Donnerstag, 29. November 2012

Weshalb der Pferdemagen so empfindlich ist

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Oftmals hört man den Spruch, dass jemand einen Pferdemagen hat, wenn jedes Essen in großen Mengen gut vertragen wird. Jedoch ist das eine unsinnige Aussage, da Pferde einen sehr sensiblen Magen haben. Ein Pferdemagen ist relativ klein und kann etwa 15 bis 20 Liter fassen, dennoch müssen Pferde ständig fressen, weil ihr Futter äußerst nährstoffarm ist. Allerdings müssen sich die Pferde ihre Nahrungsaufnahme einteilen - sie dürfen immer nur kleine Portionen zu sich nehmen. Würden diese Tiere nährstoffhaltige Nahrung oder zu große Stücken aufnehmen, bekommen sie sehr schnell Koliken. Und diese schmerzhaften Krämpfe können sogar zum Tode führen. Aus diesem Grunde ist der Pferdemagen so empfindlich - also ganz im Gegensatz zur landläufigen Meinung.

Kommentare:

  1. Hallo,

    ist die Angabe mit den 15 bis 20 Litern Fassungsvermögen des Pferdemagens aus diesem Buch?

    Sie ist leider nicht korrekt und zudem gefährlich. Pferdemägen haben ein Fassungsvermögen von 8 bis max. 16 Liter, je nach Größe des Tieres. Wird dieses Volumen überschritten, kann es durch Magenüberdehnung zur Magenruptur kommen, was den sicheren Tod des Pferdes bedeutet.

    Siehe auch meinen Artikel dazu auf:
    http://pferdewissen-hippologie.blogspot.de/2012/05/der-verdauungsapparat-des-pferdes-teil.html

    LG, Annette Schmidt

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    1. Hallo Annette Schmidt,

      Ich habe meine Informationen aus keinem Buch, sondern aus einer Wissenschaftszeitschrift. Soweit ich weiß, ist das mit den 8 Litern korrekt, allerdings soll das bei Ponys so sein. Folgende Quellen beziehen sich zudem ebenfalls auf ein Fassungsvermögen von 15 bis 20 Liter.

      Aber dennoch gut, dass Du/Sie in diesem Punkt eine Expertin bist, wodurch die Leser zusätzliche und wohl exaktere Informationen bekommen.

      http://www.pferdchen.org/Pferde/Anatomie/Verdauung.html

      http://www.tierwissen.de/artikel/pferde/verdauung-magen-darm-beim-pferd.shtml

      LG M. Fernholz

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    2. Hallo lieber Herr Fernholz,

      ich wollte Ihnen ganz sicher nicht zu nahe treten mit meinem Kommentar und dies war auch mein erster Kommentar dieser Art.

      Mein Kenntnisse gründen sich auf meine Ausbildung, welche zu einem Großteil von Tierärzten geleitet wurde und auf mittlerweile zehnjährige Praxiserfahrung, darunter auch aktive Praktika in diversen Tierkliniken.

      Mir liegt nur daran darauf hinzuweisen, dass diese Angaben unüblich sind und wie bereits erwähnt, bei entsprechender Überfütterung, für das Pferd tödlich enden können.

      Es gibt leider "Experten", oder nennen wir sie lieber "Laien", die nach der Lektüre solcher Angaben tatsächlich kiloweise Kraftfutter geben und das Tier damit in Lebensgefahr bringen.

      Ein bisschen "Weniger" ist in diesem Falle wohl ein "Mehr".

      Es gibt viele veterinärmedizinische Fachliteratur, welche sogar 15 Liter Magenvolumen (beim Großpferd) als Höchstgrenze angeben. Das sind bereits sagenhafte fünf Liter mehr und da man sich bei diesen Angaben eh schon an der Höchstgrenze bewegt, braucht man gar nicht mehr darüber nachzudenken, was ein Mehr von fünf Litern über der Grenze anrichten können.

      Ich finde es sehr leichtfertig von manchen, angeblichen Fachleuten, wie diese mit so wichtigen Parametern umgehen.

      Also, nichts für ungut. Ich wollte nur darauf hinweisen wie gefährlich, gerade in diesem Bereich, übertriebene Angaben sein können.

      Liebe Grüße und noch einen schönen Abend wünscht,

      Annette Schmidt

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    3. Hallo Annette,

      kein Grund, sich entschuldigen zu müssen. Wissen muss schließlich geteilt werden, und Kommentare, sofern sie für einen Beitrag förderlich sind, sind dazu schließlich da.

      M. Fernholz

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