Montag, 30. Juli 2012

Weshalb Rehe nicht als Haustiere geeignet sind

Manchmal hört man, dass Rehkitze zahm sind und sich scheinbar als Haustiere eignen. Anfangs sind die jungen Rehe zwar noch zahm, doch ab ihrem zweiten Lebensjahr wird ein Reh unruhig - schließlich sind die Paarhufer Wildtiere und haben von Natur aus einen enormen Freiheitsdrang. Experten wissen um die komplizierte Haltung, weshalb Rehe auch kaum in Zoos zu finden sind. Ein Reh ist in Bezug auf das Futter nämlich ein sogenannter Konzentrat-Selektierer, also sehr wählerisch - es benötigt eine Zusammenstellung aus Gräsern, Kräutern, Moosen, Früchten, Pilzen und vielem mehr.

Problematisch ist auch die hohe Anfälligkeit für Stress - der kleinste Stress kann für Rehe den Tod durch Herz-Kreislauf-Versagen bedeutet. Außerdem können Rehböcke für Menschen auch gefährlich werden, sobald die Tiere ins geschlechtsreife Alter kommen - auch wenn die männlichen Tiere einst von Menschen aufgezogen worden sind. Das liegt daran, dass Rehböcke in diesem Falle auf den Menschen geprägt sind und ihn somit als direkten Konkurrenten ansehen. Ein Rehbock würde dann mit seinem spitzen Geweih auf Menschen losgehen. Rehe sind daher also nicht als Haustiere geeignet.

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