Donnerstag, 10. Mai 2012

Wieso Wellen frontal zum Strand laufen

Vollkommen gleichgültig an welchem Strand auf der Welt man sich befindet - immer wieder wird beobachtet, dass Wellen stets frontal auf das Ufer zulaufen. Dabei spielt es gar keine Rolle, aus welcher Richtung der Wind kommt, denn der Grund für dieses Phänomen ist die Brechung; ein physikalisches Prinzip, welches auch als Refraktion bezeichnet wird.

Die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wellen in der Nähe des Strandes wird nämlich von der Wassertiefe vorgegeben - je flacher das Wasser, desto langsamer rollen Wellen auf die Küste zu. Immer dann, sobald eine Welle schräg auf einen ansteigenden Strand zukommt, reduziert sich folglich ihre Geschwindigkeit, und die Welle richtet sich als Folge frontal zum Ufer aus.

Allerdings geschieht das nur, wenn ein allmählich ansteigender Meeresgrund gegeben ist. Anders ist es nämlich an einer steilen Felsenküste - da das Wasser hier noch tief ist und somit kein langsam ansteigender Meeresboden dafür sorgt, dass die Wellen sich frontal ausrichten können, klatschen sie so an die Steilküste wie es der Wind vorgibt.

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