Dienstag, 15. Mai 2012

Delfine sind gar nicht so klug

Einst nahm man noch an, Delfine seien besonders kluge Tiere, doch heute weiß man, dass ihre Intelligenz gar nicht so hoch ist. Bis vor Kurzem nahm man an, Delfine seien deshalb so überaus intelligent, weil sie ein großes Gehirn aufweisen. Jedoch zeigen aktuellere Untersuchungen, dass die Großhirnrinde, welche in Bezug auf die Intelligenz eine tragende Rolle spielt, sehr zellarm ist.

Die Größe des Delfingehirns ist durch drei Hirnareale bestimmt - besonders ausgeprägt ist das auditorische Zentrum im Mittelhirn, weil die Meeressäuger mit dem Gehör jagen; das Kleinhirn ist für die sensomotorischen Prozesse zuständig, und das Vorderhirn ist dür die Bewegungssteuerung verantwortlich.

Im Klartext bedeutet dies, dass das Gehirn der Delfine eher für athletische Leistungen ausgelegt ist und nicht für intellektuelle. Aus diesem Grund ist es den Tümmlern möglich, innerhalb kürzester Zeit komplizierte Kunststücke in Form von Bewegungsabläufen zu beherrschen. Doch für das Unterscheiden eines Vierecks von einem Dreieck benötigen Delfine mehrere Monate - Tauben und Ratten dagegen, lernen dies eindeutig schneller. Delfine sind also gar nicht so klug wie ihr Ruf.

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